Darf’s noch etwas kleiner sein?

12 Atome für ein Bit! Eine kleinere Speichereinheit gab es noch nie! 

Forscher von IBM und dem Hamburger Center for Free-Electron Laser Science (CEFL) haben den kleinsten magnetischen Datenspeicher der Welt entwickelt. Ein Byte (also 8 Bit) passt somit auf 96 Atome.

Alltagstauglich ist diese Technologie natürlich noch nicht ganz:

  • zum Beschreiben und Auslesen des Speichermedium braucht man ein Rasrertunnelmikroskop
  • Stabil bleibt  das ganze nur bei einer Temperatur von -268 Grad.

.Aber sonst…

weiterlesen…

Der Rechner lernt das Streiten

Zumindest den Weg dahin will eine aktuelle Strömung der Erforschung der künstlichen Intelligenz ebnen: das argumentation mining.

Natürlich brauchen die Rechner dazu einen Datensatz, dem sie Argumente entnehmen  können. Vorreiter hierfür ist (wieder einmal) IBMs Watson, der zu einem gegebenen Thema Pro- und Kontra-Argumente aus Wikipedia und anderen Online-Enzyklopädien sammelt und  vorliest (Die Sprachaus- und -eingabe hat Watson bereits einen aufsehenerregenden Sieg bei der Quizshow „Jeopardy“ eingebracht). Eine Demo dieser Fähigkeit kann man in diesem Video sehen.

Allerdings ist das reine Auflisten von Argumenten noch kein Debattieren – das wissen wir alle (leidvoll) aus unseren ersten Erörterungs-Versuchen in der Schule. Aber wie kann der Rechner gute von schlechten Argumenten unterscheiden?

Einen Ansatz dazu verfolgen Wissenschaftler an der Uni Darmstadt: sie nutzen die Crowdsourcing-Plattform mechanical turk, um möglichste vielen Nutzern jeweils zwei Argumente vorzulegen mit der Aufforderung, das überzeugendere auszuwählen.

Und genau das sagt uns viel über den maschinellen Lernvorgang: Ganz ohne Training durch den Menschen funktioniert’s bei einem so komplexen Thema (noch) nicht.

VR zur Vergrecherjagd

Ein  begehbaren VR-Modell des Konzentrationslagers Auschwitz  soll dabei helfen, Wachpersonal zu entlarven, die behaupten, sie hätten von den schlimmen Dingen nichts mitgekriegt…

Virtual Reality: Begehbares 3D-Modell von Auschwitz entlarvt Wachmänner

Ich liebe dieses VR-Thema: im Moment kommt’s mir vor wie ein Wettlauf, die besten Ideen, die originellen Anwendungen füreine Technologie zu finden, die bestenfalls in den Kinderschuhen steckt! Viel spannender geht’s wirklich nicht mehr…

[proj] VR

Frisch vom Holodeck heimgekommen, sprudeln die Projektideen…

– Man sitzt auf einem Stuhl, auf dessen Lehne ein Controller montiert ist –> in der  VR-Welt wir der Stuhl dann zu Rollstuhl  bzw. zum Kapitänssessel..

– Man sieht durch die Brille die Welt aus Kinderaugen

– manipulierbare optische Täuschungen à la M.C. Escher

Turing-Test – einmal anders

Während der klassische Turing-Test ja auf klassische Chatbots abzielt, wurden kürzlich am Dartmouth College Varianten des Turing-Tests für kreative Künste abgehalten.

In drei Kategorien traten dabei Produkte von Rechnern gegen Produkte von Menschen an: Tanzmusik, Kurzgeschichten und Sonette.

Während bei den dance tracks noch eher Uneinigkeit unter den Befragten herrschte (bei einem computergenerierten Track gaben tatsächlich 30% der Befragtenan, hier handle es sich um einen menschlichen Produzenten), ließen sich die Juroren bei den Texten (Geschichten bzw. Gedichte) nicht täuschen.

Einer der Juroren, der namhafte NPR-Journalist Robert Siegel, zeigte sich zwar beeindruckt von der Reimfähigkeit der Programme (naja, das macht dir jede Suchmaschine). Was ihn aber störte, war die offensichtliche Unfähigkeit der Programme, 14 Zeilen lang bei der gleichen Idee zu bleiben.

 

Daran wird nun gearbeitet 😉